Bar Babette

if I ruled the world
curated by: Sibylle Jazra

with:

Marie Aly, Maria Anwander & Ruben Aubrecht, Ulu Braun, Sophia Domagala, Matthias Droste, Janine Eggert, Lukasz Furs, Nschotschi Haslinger, Sibylle Jazra, Marte Kiessling, Daniel Lergon, Thomas und Renée Rapedius, Christopher Sage, Mikka Wellner


Dj: SHE´OL bitch-hop

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"If I ruled the world"

Über Größenwahnsinn heißt es, er sei eine kognitive Verzerrung durch Überbewertung eigenen Könnens und eigener Kompetenzen, gekoppelt an eine Wahnvorstellung, bei der sich die betroffene Person für eine wichtige Persönlichkeit hält.
In der jüngsten Vergangenheit ist es durchaus salonfähig geworden, sich größenwahnsinnig in den sozialen Medien zu präsentieren. Menschen, die zuvor ein relativ normales, unauffälliges Leben gelebt haben, fühlen sich, vom Populismus ermutigt, dazu eingeladen, ihre ganz persönliche Meinung als gegebene Realität zu postulieren. Einzelschicksale werden aus dem Kontext gehoben und zur Allgemeingültigkeit hochstilisiert.
Rüpelhaftigkeit macht neuerdings auch vor Präsidenten nicht halt. Im Gegenteil: Die Kein-Blatt-vor-den-Mund-nehmen Mentalität ist staatsmännisch geworden und watscht die Diplomatie ohne jegliche Skrupel ab. Der Rechtspopulismus hat Einzug gehalten in das geistige Oberhaus und weidet die Länder der Demokratie ab. Nicht nur Künstler und Schriftsteller sind aufgefordert, gegenüber dieser Provokation Stellung zu beziehen.

Die Ausstellung if I ruled the world, rückt den Künstler, quasi erwiesenermaßen Erfinder von Allmachtsfantasien, in den Fokus.
Mit der Dialektik seines Schaffens, vermag er sich diesem Trend entgegenzusetzen, indem er der Monotonie der Konformität die Einzigartikgeit gegenüberstellt.

Die Ausstellung zeigt unterschiedliche künstlerische Positionen, die sich der Thematik auf verschiedenen Ebenen annähert.
Nichtsdestotrotz eignen sich die ausgewählten Arbeiten weniger dazu, als sozio-politisches Postulat herzuhalten, sind sie doch in erster Linie Ausdruck künstlerischer Expression, dafür aber nicht zu unterschätzen.

Denn: nicht zuletzt der Titel gebende Hip Hop Klassiker von NAS und Lauryn Hill, der hier als Referenz benutzt wird, vermochte eine Zukunft zu zeichnen, die zwar seinem Protagonisten die persönlich größt mögliche Freiheit gewährte, dabei aber auch den Verweis auf handfeste soziale Probleme und politische Ungerechtigkeiten nicht aussparte.

https://www.facebook.com/events/330384157530878/

if I ruled the world