Kosmetiksalon Babette

cocoon
A female solidarity event

Catalog Launch, participation and performance of the artists in the MalerinnenNetzWerk Berlin – Leipzig


with: Tanja Selzer, Sophie von Stillfried, Nina K. Jurk, Marianna Krueger, Catherine Lorent, Kathrin Landa, Zohar Fraiman, Miriam Vlaming, Justine Otto, Kathrin Kunert, Isabelle Dutoit, Gudrun Petersdorff, Franziska Guettler, Eva Schwab, Alex Tennigkeit, Ann Kathrin Schaffner, Stephanie Dost, Bettina Sellmann

Curated by Zohar Fraiman and Miriam Vlaming


Let's talk about art. And female solidarity.

Das MalerinnenNetzWerk Berlin-Leipzig lädt ein, in der ́Bar Babette gemeinsam zu feiern. Achtzehn Künstlerinnen des Netzwerkes präsentieren für die Ausstellung neu produzierte Arbeiten und launchen den Katalog PAINTING XX, benannt nach der Kombination der weiblichen Geschlechtschromosomen.

Cocoon vereint eine Aktion, eine Ausstellung, einen Book Launch, Performance, Malerei und Musik. Die Malerei und der Austausch über dieses Medium stehen im Mittelpunkt des Events. In ihren Arbeiten verhandeln die Künstlerinnen radikal und offensiv das Medium Malerei und die Darstellung des menschlichen Körpers und untersuchen aktuelle gesellschaftskritische und politische Themen sowie zwischenmenschliche Beziehungen.

Nach der Hälfte der Ausstellungszeit entsteht in einer performativen Tausch-Aktion eine neue Show: Jede Künstlerin hat eine Tauschpartnerin. Zum selben Zeitpunkt werden die Arbeiten von zehn Künstlerinnen abgehängt und im Gegenzug Werke von zehn weiteren Künstlerinnen an die Wand gebracht. Dieses transformative Ausstellungskonzept steht für Solidarität und Synergien.

Welche Handlungsräume ergeben sich in einer Welt, in der das Geschlechterdenken bei der Rezeption von Malerei immer noch in den Köpfen verankert ist? In der statt Kompetenz und Kunst immer noch Kleidung und Körper kommentiert wird? In der Frauen nicht nur in der gesamten Kunstgeschichte, sondern bis heute in Museen, Ausstellungshäusern und auf Messen unterrepräsentiert sind? In der die Auktionspreise für Werke von Frauen noch immer weit unter den Preisen für Arbeiten der männlichen Kollegen liegen? Wie lässt sich Malerei von Frauen in einem nach wie vor von Männern dominierten Raum positionieren? Das MalerinnenNetzWerk Berlin-Leipzig steht für Kooperation, Vernetzung und intensiven Austausch.

Im Zentrum stehen die Verknüpfungen in der Malereiszene und explizit zwischen den zwei Städten. Die Vereinigung von zwei losen Malerinnen-Netzwerken in Berlin und Leipzig führte Anfang 2015 zur Gründung.

Die bessere Hälfte. Malerinnen aus Leipzig" in der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig, kuratiert von Dr. Barbara John und die Wanderausstellung „Painting was a Lady“, konzipiert von Heike Kelter, können als jeweilige Startpunkte gesehen werden. Das Netzwerk ist ein Kokon, ein Raum, in dem diskutiert wird und Neues entsteht, bevor es sich entpuppt und zeigt.

Lasst uns heute Abend über Kunst sprechen. Über die Arbeiten der 18 Künstlerinnen, die hier vereint sind. Und lasst uns female solidarity feiern.

Lena Fließbach

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